Warum die richtige Angebotssoftware über Aufträge entscheidet
Du kommst abends von der Baustelle, eigentlich bist du platt. Aber da warten noch drei Angebote, die raus müssen. Also doch wieder die Word-Vorlage aufmachen, Positionen abtippen, Summen im Kopf nachrechnen, als PDF exportieren und an den Kunden mailen. Zwei Stunden später ist Feierabend — und du fragst dich, ob du nicht irgendwas vergessen hast.
Das Problem: Kunden, die schnell ein professionelles Angebot bekommen, beauftragen dich eher. Wer zwei Wochen wartet, ruft jemand anderen an. Laut einer Umfrage des Zentralverbands des Deutschen Handwerks verlieren Betriebe regelmäßig Aufträge, weil Angebote zu spät oder unprofessionell beim Kunden ankommen.
Die gute Nachricht: Es gibt mittlerweile Software, die dir den Großteil der Arbeit abnimmt. Von der KI-gestützten Spracheingabe bis zur vollintegrierten Handwerkerlösung ist für jeden Betrieb etwas dabei. In diesem Artikel vergleichen wir die 8 besten Angebotsprogramme für Handwerker in 2026 — ehrlich, praxisnah und mit klarer Einordnung, für wen sich welches Tool lohnt.
Worauf du bei der Auswahl achten solltest
Bevor du dich in Testversionen stürzt, hilft es, die wichtigsten Kriterien im Kopf zu haben. Nicht jede Software passt zu jedem Betrieb — und die teuerste ist nicht automatisch die beste.
Handwerk-Fokus
Ist die Software für Handwerker gebaut oder ein generisches Bürotool? Branchenspezifische Lösungen bringen Leistungstexte, Kalkulationslogik und Einheiten mit, die zu deinem Gewerk passen. Generische Tools sind flexibler, erfordern aber mehr Konfigurationsarbeit.
Bedienbarkeit
Wie schnell bist du startklar? Wenn du drei Tage Schulung brauchst, bevor du das erste Angebot schreiben kannst, ist das ein Problem. Gerade für Einzelunternehmer und Kleinbetriebe muss ein Tool innerhalb von Minuten funktionieren.
KI-Features
Kann die Software dir Arbeit abnehmen, die du bisher manuell machst? Spracherkennung, automatische Positionsvorschläge und intelligente Leistungstexte sparen bei jedem Angebot Zeit. Mehr dazu, wie KI den Handwerksalltag verändert, findest du in unserem Artikel KI im Handwerk.
Preis-Leistung
Monatliche Kosten zwischen 0 und 100+ Euro machen einen Unterschied. Rechne realistisch: Wenn du pro Angebot 30 Minuten sparst und 10 Angebote im Monat schreibst, sind das 5 Stunden. Bei einem Meister-Stundensatz von 65 Euro entspricht das 325 Euro Zeitersparnis pro Monat.
Mobile Nutzung
Erstellst du Angebote nur am Schreibtisch oder auch auf der Baustelle? Eine echte mobile App mit Sprachaufnahme und Kamerazugriff ist etwas anderes als eine responsive Website, die auf dem Handy gerade so funktioniert.
Die 8 besten Angebotsprogramme für Handwerker
Wir haben acht Tools unter die Lupe genommen, die 2026 für Handwerksbetriebe relevant sind. Vom KI-Newcomer bis zum etablierten Platzhirsch ist alles dabei. Hier ist unser ehrlicher Eindruck.
1. Angebotsmeister
Angebotsmeister geht das Thema Angebotserstellung radikal anders an: Du sprichst dein Angebot einfach ein. Die KI transkribiert deine Sprachaufnahme und erstellt daraus automatisch strukturierte Positionen mit fachgerechten Leistungsbeschreibungen, realistischen Mengenangaben und korrekten Einheiten. Der Vorgang dauert unter zwei Minuten — direkt auf der Baustelle, direkt auf dem Handy.
Die App ist konsequent mobile-first entwickelt. Du erstellst den Angebotsentwurf unterwegs per Sprache und finalisierst ihn später am Desktop: Preise eintragen, Positionen feinjustieren, PDF generieren und per E-Mail versenden. Cross-Device-Sync sorgt dafür, dass Änderungen auf dem Handy sofort am Desktop sichtbar sind und umgekehrt.
Angebotsmeister unterstützt alle gängigen Gewerke — Maler, SHK, Elektro, Tischler, Trockenbau, Bodenleger, Dachdecker und mehr. Die Leistungsbeschreibungen orientieren sich an der jeweiligen Fachsprache und werden von der KI automatisch in professioneller Formulierung erzeugt.
Stärken:
- Schnellste Angebotserstellung auf dem Markt dank KI-Sprachaufnahme
- Professionelle Leistungsbeschreibungen in Handwerker-Fachsprache
- Echte native mobile App (kein Browser-Workaround)
- Cross-Device-Sync: auf dem Handy beginnen, am Desktop finalisieren
- Kein Einarbeitungsaufwand — in 10 Minuten startklar
- Großzügiger kostenloser Plan (3 KI-Angebote/Monat dauerhaft)
Schwächen:
- Kein DATEV-Export oder Buchhaltungsanbindung
- Noch junges Produkt
- Keine DATANORM-Schnittstelle
Preis: Kostenlos (3 KI-Angebote/Monat), Geselle ab €79/Monat, Meister ab €139/Monat
Am besten geeignet für: Einzelunternehmer und Kleinbetriebe, die schnell professionelle Angebote erstellen wollen — besonders wenn du viel unterwegs bist und die Angebotsschreiberei am Abend minimieren willst.
2. Plancraft
Plancraft hat sich in den letzten Jahren als einer der ambitioniertesten Newcomer im Handwerks-Softwaremarkt etabliert. Mit über 50 Millionen Euro Venture Capital im Rücken investiert das Hamburger Unternehmen massiv in Produktentwicklung. Die Plattform deckt den gesamten Workflow ab: von der Angebotserstellung über Aufmaß und Materiallisten bis zur Rechnung und Nachkalkulation.
Die Stärke von Plancraft liegt in der Breite. Du bekommst eine echte All-in-one-Lösung, die viele Gewerke abdeckt und sich durch regelmäßige Updates ständig weiterentwickelt. Die Benutzeroberfläche ist modern und durchdacht. Für Betriebe, die neben Angeboten auch Rechnungen, Aufmaße und Nachkalkulation in einem Tool brauchen, ist Plancraft eine starke Option.
Die Kalkulation ist deutlich detaillierter als bei den meisten Wettbewerbern: Stundensätze, Materialaufschläge, Zuschlagssätze — alles konfigurierbar. Wer von Excel oder Word auf eine professionelle Lösung umsteigen will, findet hier alles, was ein wachsender Betrieb braucht.
Einen detaillierten Direktvergleich findest du in unserem Artikel Angebotsmeister vs. Plancraft.
Stärken:
- Umfangreicher Funktionsumfang (Angebote, Rechnungen, Aufmaß, Nachkalkulation)
- Moderne, intuitive Benutzeroberfläche
- Aktive Weiterentwicklung mit regelmäßigen Feature-Releases
- Gute mobile Nutzung (Web-App + native App)
- Unterstützt viele Gewerke
- Wachsende Community und guter Support
Schwächen:
- Keine KI-Spracheingabe für die Angebotserstellung
- Höherer Einstiegspreis als einige Alternativen
- Einarbeitung nötig, um den vollen Funktionsumfang zu nutzen
- Teils Funktionen, die Einzelunternehmer nicht brauchen
Preis: Ab ca. 49 EUR/Monat (je nach Paket und Teamgröße)
Am besten geeignet für: Mittlere Handwerksbetriebe (3-20 Mitarbeiter), die eine Komplettlösung für Angebote, Rechnungen, Aufmaß und Nachkalkulation in einem Tool suchen.
3. ToolTime
ToolTime positioniert sich als digitale Schaltzentrale für Handwerksbetriebe. Der Fokus liegt weniger auf der Angebotskalkulation und mehr auf der gesamten Auftragsabwicklung: vom Kundenanruf über die Disposition und Zeiterfassung bis zum Auftragsabschluss. Die App ist besonders bei Betrieben beliebt, die ihre Mitarbeiterkommunikation und Tagesplanung digitalisieren wollen.
Besonders stark ist ToolTime bei der Disposition. Deine Mitarbeiter sehen morgens auf dem Handy, welche Aufträge anstehen, dokumentieren ihre Zeiten und du hast in Echtzeit den Überblick. Fotos, Notizen und Dokumente werden pro Auftrag gesammelt. Für die reine Angebotserstellung ist die Software funktional, aber nicht ihr Hauptfokus.
ToolTime kommuniziert seine Preise nicht öffentlich — du musst eine Demo buchen und ein individuelles Angebot anfragen. Das deutet auf eine eher gehobene Preisklasse hin und macht den Vergleich schwieriger.
Stärken:
- Gut durchdachte mobile App für Monteure und Gesellen
- Starke Zeiterfassung und Disposition
- Digitale Auftragsakte (Fotos, Notizen, Dokumente)
- Automatische Status-Updates an Kunden
- Übersichtliches Dashboard für die Betriebsleitung
Schwächen:
- Keine KI-Funktionen für die Angebotserstellung
- Weniger Kalkulationstiefe als spezialisierte Angebotssoftware
- Stärke liegt eher in der Auftragsabwicklung als in der Angebotserstellung
- Preismodell nicht öffentlich einsehbar
- Eher für Betriebe mit mehreren Mitarbeitern konzipiert
Preis: Auf Anfrage (Demo erforderlich)
Am besten geeignet für: Betriebe mit Außendienstmitarbeitern, die ihre gesamte Auftragsabwicklung digitalisieren wollen — Disposition, Zeiterfassung und Mitarbeiterkommunikation stehen im Vordergrund.
4. sevdesk
sevdesk kommt aus der Buchhaltungsecke und ist in erster Linie eine Online-Buchhaltungslösung, die auch Angebots- und Rechnungsfunktionen mitbringt. Für Handwerker, die ihre Finanzen im Griff haben wollen und nebenbei eine solide Angebotsfunktion brauchen, kann sevdesk eine sinnvolle Wahl sein.
Der große Vorteil: Angebote, Rechnungen, Buchhaltung und DATEV-Export unter einem Dach. Der Steuerberater freut sich, und du hast jederzeit einen sauberen Überblick über deine Finanzen. Die Angebotsfunktion selbst ist allerdings generisch gehalten — branchenspezifische Features wie Leistungstexte für Gewerke oder Aufmaßkalkulationen fehlen. Für einen Maler, der komplexe Angebote mit vielen Positionen braucht, kann das schnell umständlich werden.
Einen detaillierten Direktvergleich findest du in unserem Artikel Angebotsmeister vs. sevdesk.
Stärken:
- Starke Buchhaltungsfunktionen (UStVA, EÜR, BWA)
- DATEV-Export für den Steuerberater
- GoBD-konform mit revisionssicherer Dokumentenablage
- Nahtloser Übergang vom Angebot zur Rechnung
- Belegerkennung per Foto
- Günstiger Einstiegspreis
Schwächen:
- Nicht handwerksspezifisch — keine Gewerke-Leistungstexte
- Keine Stundensatzkalkulation oder Materialaufschläge
- Keine KI, keine Spracheingabe
- Mobile App primär für Belegerfassung, nicht für Angebotserstellung
- Für komplexe Handwerker-Angebote mit vielen Positionen umständlich
Preis: Ab 8,90 EUR/Monat (Rechnungspaket), Buchhaltungspaket ab ca. 18 EUR/Monat
Am besten geeignet für: Einzelunternehmer und Kleinbetriebe, die eine solide Buchhaltung brauchen und deren Angebote eher einfach strukturiert sind (wenige Positionen, keine komplexe Kalkulation).
5. Lexware
Lexware bietet mit Lexware Office (ehemals lexoffice) eine cloudbasierte Lösung und mit Lexware handwerk eine spezialisierte Desktop-Software für Handwerksbetriebe. Lexware Office ist leichtgewichtig und modern, Lexware handwerk ist ein Urgestein mit jahrzehntelanger Entwicklung und enormer Kalkulationstiefe.
Lexware handwerk bringt mit, was klassische Handwerksbetriebe brauchen: DATANORM-Schnittstelle für Großhändler-Kataloge, umfangreiche Materialstämme, detaillierte Kalkulationsmöglichkeiten mit Zuschlagssätzen und GAEB-Export für öffentliche Ausschreibungen. Wer einmal eingearbeitet ist, hat ein mächtiges Werkzeug. Allerdings merkt man der Oberfläche ihr Alter an, und die Lernkurve ist steil.
Lexware Office dagegen richtet sich an Selbstständige und Kleinunternehmer, die eine einfache Lösung für Angebote, Rechnungen und Buchhaltung suchen. Die Oberfläche ist modern, aber die Angebotsfunktion ist — ähnlich wie bei sevdesk — eher generisch und nicht handwerksspezifisch.
Stärken:
- Zwei Produkte für verschiedene Bedürfnisse (Office vs. handwerk)
- Lexware handwerk: DATANORM, GAEB, tiefe Kalkulation
- Lexware Office: modern, einfach, günstig
- Großes Ökosystem mit Add-ons und Schulungen
- Bewährt und zuverlässig — tausende Betriebe nutzen es seit Jahren
- DATEV-Schnittstelle
Schwächen:
- Lexware handwerk: veraltete Oberfläche, hohe Lernkurve
- Lexware handwerk: historisch Windows-lastig
- Lexware Office: nicht handwerksspezifisch
- Keine KI-Funktionen in beiden Produkten
- Mobile Nutzung eingeschränkt (besonders bei Lexware handwerk)
- Lizenz- und Update-Kosten können sich summieren
Preis: Lexware Office ab 7,90 EUR/Monat, Lexware handwerk ab ca. 40 EUR/Monat
Am besten geeignet für: Lexware Office eignet sich für Einzelunternehmer, die eine einfache Angebots- und Buchhaltungslösung suchen. Lexware handwerk ist die Wahl für etablierte Betriebe, die DATANORM-Kataloge nutzen oder öffentliche Ausschreibungen (GAEB) bedienen.
6. WISO MeinBüro
WISO MeinBüro ist ein Allrounder für Selbstständige und Kleinunternehmer. Die Software bietet Angebote, Rechnungen, Buchhaltung, Banking und Steuererklärung in einem Paket. MeinBüro gibt es als Desktop-Version und als Cloud-Variante (MeinBüro Web).
Die Stärke von MeinBüro liegt in der Breite der kaufmännischen Funktionen. Du kannst Angebote schreiben, daraus Rechnungen erzeugen, deine Buchhaltung erledigen und sogar deine Steuererklärung vorbereiten. Für Handwerker, die ein All-in-one-Bürotool suchen und keine handwerksspezifischen Kalkulationen brauchen, ist MeinBüro solide.
Die Angebotsfunktion ist ordentlich, aber generisch. Handwerksspezifische Features wie Gewerke-Leistungstexte, Aufmaßerfassung oder Stundensatzkalkulation fehlen. Die Cloud-Version ist moderner und mobil besser nutzbar als die Desktop-Variante, die noch eher klassisch daherkommt.
Stärken:
- Umfassendes Büropaket (Angebote, Rechnungen, Buchhaltung, Steuer)
- Gute DATEV-Anbindung
- Banking-Integration
- MeinBüro Web: moderne Cloud-Oberfläche
- Bekannte Marke mit großer Nutzerbasis
- Erweiterbar durch Module und Add-ons
Schwächen:
- Nicht handwerksspezifisch — keine Gewerke-Leistungstexte oder Aufmaßkalkulation
- Desktop-Version wirkt veraltet
- Kein KI-Support, keine Spracheingabe
- Mobile Nutzung der Desktop-Version nicht möglich
- Modulare Preisstruktur kann teuer werden, wenn man viele Add-ons braucht
- Keine DATANORM-Schnittstelle
Preis: Ab ca. 15 EUR/Monat (MeinBüro Web), Desktop-Version als Jahreslizenz
Am besten geeignet für: Selbstständige und Kleinbetriebe, die ein solides Büropaket mit Angeboten, Rechnungen und Buchhaltung in einem Tool suchen — und keine handwerksspezifischen Kalkulationen brauchen.
7. Craftview (ehem. Topkontor)
Craftview, ehemals bekannt als Topkontor, gehört zu den etablierten Handwerkersoftware-Lösungen in Deutschland. Die Software wurde über Jahrzehnte speziell für Handwerksbetriebe entwickelt und bietet tiefe Kalkulations- und Angebotsfunktionen, die auf die Bedürfnisse verschiedener Gewerke zugeschnitten sind.
Die Stärke von Craftview liegt in der handwerksspezifischen Tiefe. Die Software kennt die Arbeitsabläufe im Handwerk und bietet vorgefertigte Leistungstexte, Materialstämme und Kalkulationsmodelle. Schnittstellen zu Großhändlern (DATANORM, IDS Connect) und der GAEB-Export für öffentliche Ausschreibungen gehören zum Funktionsumfang. Für Betriebe, die diese Tiefe brauchen, ist Craftview eine bewährte Wahl.
Der Nachteil: Craftview ist komplex. Die Einarbeitung dauert, die Benutzeroberfläche ist nicht mehr zeitgemäß, und das Preismodell ist intransparent. Du musst eine Demo buchen und ein individuelles Angebot anfragen. Für Einzelunternehmer, die einfach nur schnell Angebote schreiben wollen, ist Craftview überdimensioniert.
Stärken:
- Tiefe handwerksspezifische Kalkulationsfunktionen
- Vorgefertigte Leistungstexte und Materialstämme
- DATANORM- und IDS-Connect-Schnittstellen für Großhändleranbindung
- GAEB-Export für öffentliche Ausschreibungen
- Bewährt und ausgereift — jahrelange Branchenerfahrung
- Unterstützt verschiedene Gewerke
Schwächen:
- Veraltete Benutzeroberfläche
- Hohe Lernkurve und Einarbeitungsaufwand
- Preismodell nicht transparent (nur auf Anfrage)
- Mobile Nutzung eingeschränkt
- Keine KI-Funktionen
- Eher für größere Betriebe konzipiert
Preis: Auf Anfrage (variiert nach Modulen und Nutzerzahl)
Am besten geeignet für: Etablierte, mittelständische Handwerksbetriebe, die tiefe Kalkulationen, DATANORM-Anbindung und GAEB-Export brauchen und bereit sind, sich in eine komplexe Software einzuarbeiten.
8. TAIFUN Handwerkersoftware
TAIFUN von der Kobold Management Systeme GmbH gehört zu den etablierten Lösungen im Handwerk. Die Software bietet einen integrierten Workflow von der Kalkulation über das Angebot bis zur Rechnung und ist besonders im SHK-, Elektro- und Metallbaubereich verbreitet. Mit der TAIFUN-Cloud-Version gibt es mittlerweile auch eine browserbasierte Variante.
Stärken:
- Tiefe Integration in handwerksspezifische Prozesse
- Gute Kalkulationswerkzeuge mit Aufmaßerfassung
- ERP-Funktionalität (Materialwirtschaft, Lager, Einkauf)
- Schnittstellen zu Großhändlern (IDS Connect, DATANORM)
- Bewährt in SHK, Elektro und Metallbau
Schwächen:
- Komplexe Einarbeitung, hoher Schulungsaufwand
- Preismodell nicht immer transparent
- Modernere UX wünschenswert
- Mobile Nutzung ausbaufähig
- Keine KI-gestützte Angebotserstellung
Preis: Auf Anfrage (typischerweise ab ca. 50 EUR/Monat)
Am besten geeignet für: Mittelständische Betriebe im SHK-, Elektro- oder Metallbau, die eine ERP-nahe Lösung mit tiefgreifender Kalkulation und Großhändler-Anbindung brauchen.
Vergleichstabelle: Alle 8 Tools auf einen Blick
| Tool | KI / Sprache | Mobile App | Kalkulation | Rechnung | Buchhaltung | Preis ab |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Angebotsmeister | Ja (Voice-to-Quote) | Ja (nativ) | Basis + KI-Kalkulation | Ja | Nein | 0 EUR/Monat |
| Plancraft | Nein | Ja (nativ) | Umfangreich | Ja | Nein | ca. 49 EUR/Monat |
| ToolTime | Nein | Ja (nativ) | Basis | Ja | Nein | Auf Anfrage |
| sevdesk | Nein | Ja (Belege) | Einfach | Ja | Ja (stark) | 8,90 EUR/Monat |
| Lexware | Nein | Eingeschränkt | Einfach bis sehr detailliert | Ja | Ja | 7,90 EUR/Monat |
| WISO MeinBüro | Nein | MeinBüro Web: Ja | Einfach | Ja | Ja | ca. 15 EUR/Monat |
| Craftview | Nein | Eingeschränkt | Sehr detailliert | Ja | Nein | Auf Anfrage |
| TAIFUN | Nein | Eingeschränkt | Sehr detailliert | Ja | Nein | ca. 50 EUR/Monat |
Wie du siehst, gibt es kein Tool, das in allen Kategorien gewinnt. Die Entscheidung hängt davon ab, was dein Betrieb wirklich braucht.
Unsere Empfehlung
Statt eine pauschale Empfehlung auszusprechen, geben wir dir hier drei typische Szenarien, die dir bei der Entscheidung helfen:
Szenario 1: Schnelle Angebote, kein Verwaltungsaufwand
Du bist Einzelunternehmer oder hast einen kleinen Betrieb mit 1-3 Mitarbeitern. Du willst die Angebotsschreiberei am Abend auf ein Minimum reduzieren. Komplexe Software mit wochenlanger Einarbeitung kommt nicht in Frage.
Unsere Empfehlung: Angebotsmeister. In unter zwei Minuten vom Kundengespräch zum strukturierten Angebotsentwurf — direkt auf der Baustelle per Sprache. Für den Einstieg kostenlos. Wenn du wissen willst, was Angebotsmeister alles kann, schau dir unsere Produktseite an.
Szenario 2: Komplettlösung für den wachsenden Betrieb
Dein Betrieb hat ein paar Mitarbeiter, du brauchst neben Angeboten auch Rechnungsstellung, Aufmaß, Nachkalkulation und eine zentrale Auftragsverwaltung.
Unsere Empfehlung: Plancraft. Breiter Funktionsumfang, moderne Oberfläche, aktive Weiterentwicklung. Die beste Wahl, wenn du alles in einem Tool haben willst und bereit bist, etwas mehr zu investieren.
Szenario 3: Buchhaltung im Vordergrund, einfache Angebote
Deine Angebote sind unkompliziert (wenige Positionen, keine Aufmaßkalkulation), aber du brauchst eine ordentliche Buchhaltung mit DATEV-Export und Steuervorbereitung.
Unsere Empfehlung: sevdesk oder Lexware Office. Günstig, bewährt und mit allem, was dein Steuerberater braucht. Die Angebotsfunktion reicht für einfache Fälle aus.
Entscheidungshilfe auf einen Blick
- Maximale Geschwindigkeit bei der Angebotserstellung → Angebotsmeister
- Alles in einem Tool (Angebote + Rechnungen + Aufmaß + Nachkalkulation) → Plancraft
- Auftragsmanagement und Mitarbeiterdisposition → ToolTime
- Buchhaltung und einfache Angebote → sevdesk oder Lexware Office
- Komplettes Büropaket für Selbstständige → WISO MeinBüro
- DATANORM, GAEB und tiefe Kalkulation → Lexware handwerk oder Craftview
FAQ
Welche Angebotssoftware eignet sich für einen Ein-Mann-Betrieb?
Für Einzelunternehmer sind drei Dinge entscheidend: niedriger Preis, schnelle Einarbeitung und mobile Nutzung. Angebotsmeister bietet ein dauerhaft kostenloses Paket mit 3 KI-Angeboten pro Monat und ist in 10 Minuten einsatzbereit. sevdesk und Lexware Office sind ebenfalls günstig und einfach, bringen aber zusätzlich Buchhaltungsfunktionen mit. Komplexe Lösungen wie Craftview oder Plancraft sind für Ein-Mann-Betriebe oft überdimensioniert — du zahlst für Funktionen, die du als Einzelkämpfer nicht brauchst.
Brauche ich KI in meiner Angebotssoftware?
Das hängt davon ab, wie viele Angebote du schreibst und wie viel Zeit du dafür aufwendest. Wenn du pro Woche ein Angebot schreibst und dabei 20 Minuten brauchst, ist der Zeitgewinn durch KI nett, aber nicht entscheidend. Wenn du aber vier oder mehr Angebote pro Woche erstellst — und jedes dauert 45 bis 60 Minuten — dann sparst du mit KI-gestützter Spracheingabe mehrere Stunden pro Monat. Dazu kommt: Die KI liefert professionelle Leistungsbeschreibungen, die beim Kunden besser ankommen als selbst getippte Texte.
Was kostet Angebotssoftware im Monat?
Die Spanne reicht von 0 bis über 100 EUR pro Monat. Angebotsmeister startet kostenlos (3 KI-Angebote/Monat), der Geselle-Plan kostet €79/Monat (€69 jährlich). sevdesk und Lexware Office sind ab 8-9 EUR/Monat zu haben. Plancraft liegt bei ca. 49 EUR/Monat. ToolTime und Craftview kommunizieren ihre Preise nicht öffentlich. Rechne dir aus, wie viel Zeit die Software dir spart, und vergleiche das mit deinem Stundensatz. Schon eine Stunde Zeitersparnis pro Monat rechtfertigt die meisten Abo-Preise.
Kann ich später zu einem anderen Tool wechseln?
Grundsätzlich ja. Die meisten Anbieter bieten Datenexporte (CSV, PDF-Archiv). Allerdings bedeutet ein Wechsel immer Aufwand: Kundendaten migrieren, Mitarbeiter umschulen, laufende Angebote übertragen. Je früher du die richtige Entscheidung triffst, desto besser. Deshalb lohnt es sich, vor dem Start zwei bis drei Tools parallel zu testen.
Reicht nicht einfach Word oder Excel?
Technisch ja — viele Handwerker schreiben ihre Angebote in Word oder Excel, und das funktioniert. Praktisch verlierst du aber Zeit durch manuelles Formatieren, fehlende automatische Berechnungen, keine Kundendatenbank und kein professionelles PDF-Layout. Dazu kommt: Word-Angebote sehen beim Kunden oft weniger professionell aus als ein sauber formatiertes Dokument mit Logo, Positionstabelle und korrektem DIN-5008-Layout. Für den Einstieg mag Word reichen, aber sobald du regelmäßig Angebote schreibst, sparst du mit einer spezialisierten Software spürbar Zeit.
Du willst die schnellste Art, professionelle Angebote zu erstellen, selbst ausprobieren? Teste Angebotsmeister kostenlos — kein Kreditkarte nötig, in 2 Minuten startklar.
