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Angebotssoftware für Handwerker 2026: 9 Tools im Vergleich

Daniel Winter··Zuletzt aktualisiert: ·28 Min. Lesezeit

Kurz gesagt: Eine Angebotssoftware für Handwerker schreibt, rechnet und verschickt deine Angebote, mit Positionen, Mengen, Netto, MwSt. und Brutto, fortlaufender Nummer und PDF. 2026 unterscheiden sich die Tools vor allem in drei Punkten: wie das Angebot entsteht (tippen, Katalog, oder per KI aus Sprache), was sonst noch dabei ist (Rechnung, Buchhaltung, Kalkulation, Plantafel) und was das pro Nutzer kostet. Dauerhaft kostenlos starten kannst du bei Angebotsmeister (1 KI-Angebot im Monat, manuelle Angebote unbegrenzt); die meisten anderen Anbieter bieten eine Testphase. Alle Preise unten haben wir am 28.09.2026 auf den Seiten der Anbieter nachgesehen.

Offenlegung: Dieser Vergleich kommt vom Team hinter Angebotsmeister. Wir haben ihn so geschrieben, dass du auch dann etwas davon hast, wenn du dich für ein anderes Tool entscheidest, und sagen bei jedem Tool, für wen es besser passt als unseres.

Warum die richtige Angebotssoftware über Aufträge entscheidet

Du kommst abends von der Baustelle, eigentlich bist du platt. Aber da warten noch drei Angebote, die raus müssen. Also doch wieder die Word-Vorlage aufmachen, Positionen abtippen, Summen im Kopf nachrechnen, als PDF exportieren und an den Kunden mailen. Zwei Stunden später ist Feierabend. Und du fragst dich, ob du nicht irgendwas vergessen hast.

Das Problem: Ein Angebot, das eine Woche auf sich warten lässt, konkurriert mit dem Betrieb, der am selben Abend geliefert hat. Schnelligkeit und ein sauberes Dokument sind oft das Erste, was der Kunde von dir sieht.

Die gute Nachricht: Es gibt Software, die dir einen großen Teil dieser Arbeit abnimmt. Von der KI, die aus deiner Sprachaufnahme einen Angebotsentwurf macht, bis zur vollintegrierten Handwerkerlösung mit Katalog und Kalkulation ist für jeden Betrieb etwas dabei. In diesem Artikel vergleichen wir 9 Angebotsprogramme für Handwerker mit Stand September 2026, mit klarer Einordnung, für wen sich welches Tool lohnt.

Was ist das beste Tool zur Angebotserstellung im Handwerk?

Die kurze Antwort: Es kommt auf deinen Betrieb an. Als schneller Überblick nach Einsatzzweck:

  • Angebot per Sprache, Handy zuerst, für 1–5-Personen-Betriebe, kostenlos starten: Angebotsmeister. Du sprichst Angebot oder Rechnung ein, die KI schreibt Positionen in der Fachsprache deines Gewerks, Preisvorschläge kommen aus deinen eigenen Angeboten.
  • All-in-one für wachsende Betriebe: Plancraft, Angebote, Aufmaß, Rechnung, Nachkalkulation, dazu GAEB und DATANORM, inzwischen auch mit KI-Angebotsentwurf.
  • Günstig, klein, mit KI-Kontingent: AngebotFIX, ein junges Tool für 1–5-Personen-Betriebe ab 12,90 € im Monat.
  • Angebote + Buchhaltung in einem: sevdesk, Lexware Office oder WISO MeinBüro, günstig, mit DATEV-Anbindung.
  • Tiefe Handwerks-Kalkulation (DATANORM, GAEB), ERP-nah: Lexware handwerk, die Branchenlösungen der Craftview-Gruppe oder TAIFUN.
  • Auftragsmanagement und Disposition: ToolTime.

Die ausführlichen Beschreibungen und Empfehlungen pro Szenario findest du weiter unten. Wenn du ein Ein-Mann-Betrieb bist und möglichst schnell mit professionellen Angeboten starten willst, ist Angebotsmeister unsere Empfehlung: Der Entwurf steht, während du noch beim Kunden bist, und der Einstieg kostet nichts.

Worauf du bei der Auswahl achten solltest

Bevor du dich in Testversionen stürzt, hilft es, die wichtigsten Kriterien im Kopf zu haben. Nicht jede Software passt zu jedem Betrieb. Und die teuerste ist nicht automatisch die beste.

Handwerk-Fokus

Ist die Software für Handwerker gebaut oder ein generisches Bürotool? Branchenspezifische Lösungen bringen Leistungstexte, Kalkulationslogik und Einheiten mit, die zu deinem Gewerk passen. Generische Tools sind flexibler, erfordern aber mehr Konfigurationsarbeit.

Bedienbarkeit

Wie schnell bist du startklar? Wenn du drei Tage Schulung brauchst, bevor du das erste Angebot schreiben kannst, ist das ein Problem. Gerade für Einzelunternehmer und Kleinbetriebe muss ein Tool am ersten Abend funktionieren.

KI-Features

Kann die Software dir Arbeit abnehmen, die du bisher manuell machst? Spracheingabe, automatische Positionsvorschläge und fertige Leistungstexte sparen bei jedem Angebot Zeit. Mehr dazu, wie KI den Handwerksalltag verändert, findest du in unserem Artikel KI im Handwerk.

Angebote aus Sprache oder Notizen per KI zu entwerfen, ist 2026 kein Einzelfall mehr: Angebotsmeister, Plancraft und AngebotFIX bewerben es auf ihren Websites, ToolTime verkauft einen KI-Assistenten als Zusatzmodul. Der Unterschied liegt darin, wie zentral die Funktion ist, was sie im Tarif kostet und woher die Preise im Entwurf kommen. So funktioniert Voice-to-Quote als Kategorie, Whisper + LLM + Handwerks-Sprachmodell, Tool-Vergleich.

Preis-Leistung

Monatliche Kosten zwischen 0 und mehreren hundert Euro machen einen Unterschied, und bei vielen Anbietern zahlst du pro Nutzer. Rechne realistisch: Wenn du pro Angebot 30 Minuten sparst und 10 Angebote im Monat schreibst, sind das 5 Stunden. Bei einem Meister-Stundensatz von 65 Euro entspricht das 325 Euro Zeitersparnis pro Monat. Deinen eigenen Satz rechnest du mit dem Stundenverrechnungssatz-Rechner aus.

Mobile Nutzung

Erstellst du Angebote nur am Schreibtisch oder auch auf der Baustelle? Eine echte mobile App mit Sprachaufnahme und Kamerazugriff ist etwas anderes als eine responsive Website, die auf dem Handy gerade so funktioniert.

Die 9 besten Angebotsprogramme für Handwerker

Wir haben neun Tools unter die Lupe genommen, die 2026 für Handwerksbetriebe relevant sind. Vom jungen KI-Tool bis zum etablierten Branchen-ERP ist alles dabei. Preise und Funktionen stammen von den Websites der Anbieter (Stand 28.09.2026), die Einordnung ist unsere.

1. Angebotsmeister

Bei Angebotsmeister ist die Sprache die ganze Arbeitsweise: Du sprichst dein Angebot ein, die KI transkribiert die Aufnahme und erstellt daraus strukturierte Positionen mit fachgerechten Leistungsbeschreibungen, Mengen und Einheiten. Genauso sprichst du nach getaner Arbeit die Rechnung ein, auch ohne vorheriges Angebot. Preisvorschläge kommen aus deinen eigenen früheren Angeboten, alte Angebote kannst du dafür abfotografieren und importieren.

Die App ist mobile-first gebaut. Du erstellst den Entwurf unterwegs per Sprache und finalisierst ihn auf dem Handy oder später am Desktop: Preise prüfen, Positionen feinjustieren, PDF erzeugen, per E-Mail senden oder aus deinem eigenen WhatsApp teilen. Änderungen auf dem Handy sind sofort am Desktop sichtbar und umgekehrt. Ein Preis gilt für bis zu fünf Nutzer, nicht pro Kopf.

Angebotsmeister unterstützt alle gängigen Gewerke, Maler, SHK, Elektro, Tischler, Trockenbau, Bodenleger, Dachdecker und mehr. Die Leistungstexte, mit denen der Angebotsschreiber arbeitet, stehen offen unter Positionstexte fürs Handwerk; was die Angebotssoftware für Handwerker sonst noch mitbringt, von der Rechnung bis zum DATEV-Export, steht auf der Startseite.

Stärken:

  • Sprache als Hauptweg: Angebot und Rechnung einsprechen, Preisvorschläge aus deinen eigenen Angeboten
  • Leistungsbeschreibungen in Handwerker-Fachsprache
  • Native App fürs Handy, dazu das Web-Dashboard am Desktop
  • Flatpreis für bis zu 5 Nutzer, monatlich kündbar
  • Keine Einrichtung nötig, das erste Angebot geht am ersten Abend raus
  • Dauerhaft kostenloser Plan (Lehrling): 1 KI-Angebot/Monat, unbegrenzt manuelle Angebote

Schwächen:

  • Keine vollständige Buchhaltung (UStVA, EÜR, Belegerfassung, Banking), DATEV-Export der Rechnungen ist dabei, die Buchführung macht weiterhin dein Steuerberater oder ein Tool wie sevdesk
  • Kein GAEB, kein DATANORM, keine Plantafel, mit Absicht
  • Noch junges Produkt

Preis: Kostenlos (Lehrling, 1 KI-Angebot/Monat), Geselle 39 €/Monat (33 € bei jährlicher Zahlung), Meister 89 €/Monat (75 € bei jährlicher Zahlung), netto, für bis zu 5 Nutzer

Am besten geeignet für: Einzelunternehmer und Kleinbetriebe bis fünf Personen, die schnell professionelle Angebote erstellen wollen, besonders wenn du viel unterwegs bist und die Angebotsschreiberei am Abend minimieren willst.

2. Plancraft

Plancraft aus Hamburg hat sich in den letzten Jahren als einer der ambitioniertesten Anbieter im Handwerks-Softwaremarkt etabliert. Nach der Series B über 38 Millionen Euro im August 2025 liegt die gesamte Finanzierung laut Unternehmen bei über 50 Millionen Euro, das Geld fließt ausdrücklich in KI-Funktionen. Die Plattform deckt den gesamten Workflow ab: von der Angebotserstellung über Aufmaß und Materiallisten bis zur Rechnung und Nachkalkulation.

Die Stärke von Plancraft liegt in der Breite. Laut Hilfe-Center importiert Plancraft Stammdaten per DATANORM und GAEB, die Kalkulation ist mit Stundensätzen, Materialaufschlägen und Zuschlagssätzen konfigurierbar. Seit 2026 bewirbt Plancraft außerdem eine KI-Angebotserstellung: Aus Notizen, Sprachaufnahmen, Bildern, Aufmaßen oder Preislisten entsteht ein strukturierter Angebotsentwurf. Dazu kommt ein KI-Empfang fürs Telefon.

Einen detaillierten Direktvergleich findest du in unserem Artikel Plancraft Alternative: Angebotsmeister im Vergleich.

Stärken:

  • Umfangreicher Funktionsumfang (Angebote, Rechnungen, Aufmaß, Nachkalkulation)
  • KI-Angebotsentwurf aus Notizen, Sprachaufnahmen, Bildern und Aufmaßen
  • DATANORM- und GAEB-Import
  • Web-App und native App
  • Aktive Weiterentwicklung, große Nutzerbasis

Schwächen:

  • Deutlich höherer Preis als die Einsteiger-Tools, weitere Büro- und mobile Nutzer kosten extra
  • Einarbeitung nötig, um den vollen Funktionsumfang zu nutzen
  • Viele Funktionen, die Einzelunternehmer nicht brauchen

Preis: Business 74,90 €/Monat bei monatlicher Zahlung, 59,90 € bei jährlicher, 47,92 € bei zweijähriger Vorauszahlung; Pro und Premium darüber, jeweils netto. Nach dem Test wechselst du laut Preisseite in einen 0-€-Tarif, in dem du auf deine Daten zugreifen, aber keine Dokumente fertigstellen kannst.

Am besten geeignet für: Handwerksbetriebe mit mehreren Mitarbeitern, die eine Komplettlösung für Angebote, Rechnungen, Aufmaß und Nachkalkulation in einem Tool suchen und Katalog- oder GAEB-Anbindung brauchen.

3. ToolTime

ToolTime positioniert sich als digitale Schaltzentrale für Handwerksbetriebe. Der Fokus liegt weniger auf der Angebotskalkulation und mehr auf der gesamten Auftragsabwicklung: vom Kundenanruf über die Disposition und Zeiterfassung bis zum Auftragsabschluss. Die App ist besonders bei Betrieben beliebt, die ihre Mitarbeiterkommunikation und Tagesplanung digitalisieren wollen.

Besonders stark ist ToolTime bei der Disposition. Deine Mitarbeiter sehen morgens auf dem Handy, welche Aufträge anstehen, dokumentieren ihre Zeiten und du hast in Echtzeit den Überblick. Fotos, Notizen und Dokumente werden pro Auftrag gesammelt. Für die reine Angebotserstellung ist die Software funktional, aber nicht ihr Hauptfokus. Einen KI-Assistenten gibt es als kostenpflichtiges Zusatzmodul.

Die Preise stehen inzwischen offen auf der Website, die Laufzeit beträgt 12 Monate. Mehr im Direktvergleich ToolTime Alternative.

Stärken:

  • Gut durchdachte mobile App für Monteure und Gesellen
  • Starke Zeiterfassung und Disposition
  • Digitale Auftragsakte (Fotos, Notizen, Dokumente)
  • Übersichtliches Dashboard für die Betriebsleitung

Schwächen:

  • Stärke liegt eher in der Auftragsabwicklung als in der Angebotserstellung
  • 12 Monate Mindestlaufzeit
  • DATEV-Anbindung (19 €) und KI-Assistent (59 €, Aktionspreis) kosten extra
  • Eher für Betriebe mit mehreren Mitarbeitern konzipiert

Preis: SOLO 79 €/Monat (1 Nutzer), TEAM 149 € (bis 5), MAX 299 € (bis 10), jeweils netto bei 12 Monaten Laufzeit, im ersten Jahr bei jährlicher Zahlung etwas günstiger; 7 Tage kostenlos testen

Am besten geeignet für: Betriebe mit Außendienstmitarbeitern, die ihre gesamte Auftragsabwicklung digitalisieren wollen, Disposition, Zeiterfassung und Mitarbeiterkommunikation stehen im Vordergrund.

4. sevdesk

sevdesk kommt aus der Buchhaltungsecke und ist in erster Linie eine Online-Buchhaltungslösung, die auch Angebots- und Rechnungsfunktionen mitbringt. Für Handwerker, die ihre Finanzen im Griff haben wollen und nebenbei eine solide Angebotsfunktion brauchen, kann sevdesk eine sinnvolle Wahl sein.

Der große Vorteil: Angebote, Rechnungen, Buchhaltung und DATEV-Export unter einem Dach. Der Steuerberater freut sich, und du hast jederzeit einen sauberen Überblick über deine Finanzen. Die Angebotsfunktion selbst ist allerdings generisch gehalten, branchenspezifische Features wie Leistungstexte für Gewerke oder Aufmaßkalkulationen fehlen. Für einen Maler, der Angebote mit vielen Positionen braucht, kann das schnell umständlich werden.

Einen detaillierten Direktvergleich findest du in unserem Artikel sevdesk Alternative für Handwerker.

Stärken:

  • Starke Buchhaltungsfunktionen (UStVA, EÜR, BWA)
  • DATEV-Export für den Steuerberater
  • Nahtloser Übergang vom Angebot zur Rechnung
  • Belegerfassung per Foto
  • Dauerhaft kostenloser Tarif mit 3 Rechnungen/E-Rechnungen im Monat

Schwächen:

  • Nicht handwerksspezifisch, keine Gewerke-Leistungstexte
  • Keine Stundensatzkalkulation oder Materialaufschläge
  • Für komplexe Handwerker-Angebote mit vielen Positionen umständlich

Preis: Kostenlos (3 Rechnungen/Monat), Rechnung 11,90 €/Monat, Buchhaltung 25,90 €, Buchhaltung Pro 34,90 €, jeweils netto; zum Stand dieses Artikels mit Rabatt im ersten Zeitraum

Am besten geeignet für: Einzelunternehmer und Kleinbetriebe, die eine solide Buchhaltung brauchen und deren Angebote eher einfach strukturiert sind (wenige Positionen, keine komplexe Kalkulation).

5. Lexware

Lexware bietet mit Lexware Office (ehemals lexoffice) eine cloudbasierte Lösung und mit Lexware handwerk eine spezialisierte Desktop-Software für Handwerksbetriebe. Lexware Office ist leichtgewichtig und modern, Lexware handwerk ist ein Urgestein mit jahrzehntelanger Entwicklung und großer Kalkulationstiefe.

Lexware handwerk bringt mit, was klassische Handwerksbetriebe brauchen: DATANORM-Schnittstelle für Großhändler-Kataloge, Materialstämme, detaillierte Kalkulation mit Zuschlagssätzen und GAEB für öffentliche Ausschreibungen. Wer eingearbeitet ist, hat ein mächtiges Werkzeug. Allerdings merkt man der Oberfläche ihr Alter an, und die Lernkurve ist steil.

Lexware Office dagegen richtet sich an Selbstständige und Kleinunternehmer, die eine einfache Lösung für Angebote, Rechnungen und Buchhaltung suchen. Die Oberfläche ist modern, die Angebotsfunktion ist, ähnlich wie bei sevdesk, eher generisch. Mehr dazu im Vergleich Lexware Office Alternative.

Stärken:

  • Zwei Produkte für verschiedene Bedürfnisse (Office vs. handwerk)
  • Lexware handwerk: DATANORM, GAEB, tiefe Kalkulation
  • Lexware Office: modern, einfach, monatlich kündbar
  • Großes Ökosystem mit Add-ons und Schulungen
  • DATEV-Schnittstelle

Schwächen:

  • Lexware handwerk: ältere Oberfläche, hohe Lernkurve, Windows-Software
  • Lexware Office: nicht handwerksspezifisch
  • Mobile Nutzung eingeschränkt (besonders bei Lexware handwerk)
  • Lizenz- und Update-Kosten können sich summieren

Preis: Lexware Office S 7,90 €/Monat (Belege), Angebote und Rechnungen ab Paket M für 12,90 €, L 21,90 €, XL 32,90 €, jeweils netto und zum Stand dieses Artikels mit Rabatt im ersten Zeitraum; 30 Tage kostenlos testen. Lexware handwerk als Jahresversion, Preis je nach Edition.

Am besten geeignet für: Lexware Office eignet sich für Einzelunternehmer, die eine einfache Angebots- und Buchhaltungslösung suchen. Lexware handwerk ist die Wahl für etablierte Betriebe, die DATANORM-Kataloge nutzen oder öffentliche Ausschreibungen (GAEB) bedienen.

6. WISO MeinBüro

WISO MeinBüro ist ein Allrounder für Selbstständige und Kleinunternehmer. Die Software bietet Angebote, Rechnungen, Buchhaltung, Banking und Warenwirtschaft in aufeinander aufbauenden Paketen, als Web- und als Desktop-Version.

Die Stärke von MeinBüro liegt in der Breite der kaufmännischen Funktionen. Du kannst Angebote schreiben, daraus Rechnungen erzeugen und deine Buchhaltung erledigen. Für Handwerker, die ein All-in-one-Bürotool suchen und keine handwerksspezifischen Kalkulationen brauchen, ist MeinBüro solide.

Die Angebotsfunktion ist ordentlich, aber generisch. Handwerksspezifische Features wie Gewerke-Leistungstexte, Aufmaßerfassung oder Stundensatzkalkulation fehlen.

Stärken:

  • Umfassendes Büropaket (Angebote, Rechnungen, Buchhaltung, Warenwirtschaft)
  • Gute DATEV-Anbindung
  • Banking-Integration
  • Web- und Desktop-Version
  • Bekannte Marke mit großer Nutzerbasis

Schwächen:

  • Nicht handwerksspezifisch, keine Gewerke-Leistungstexte oder Aufmaßkalkulation
  • Modulare Preisstruktur kann teuer werden, wenn man viele Zusatzfunktionen braucht

Preis: „Rechnungen & Angebote" 10,90 €/Monat, Buchhaltung 19,90 €, Auftragswesen 39,90 €, Warenwirtschaft 69,90 €, jeweils netto bei jährlicher Zahlung

Am besten geeignet für: Selbstständige und Kleinbetriebe, die ein solides Büropaket mit Angeboten, Rechnungen und Buchhaltung in einem Tool suchen und keine handwerksspezifischen Kalkulationen brauchen.

7. Craftview

Craftview ist keine einzelne Software, sondern eine Gruppe etablierter Branchenlösungen: Unter dem Dach der Craftview Software GmbH laufen unter anderem WinWorker, Moser, KS21, es2000 und OS Datensysteme, seit 2026 gehört auch die Baustellen-App MeinHandwerker dazu. Die einzelnen Produkte behalten ihre Namen und sind jeweils auf bestimmte Gewerke zugeschnitten, etwa Maler, Elektro, Sicherheitstechnik, SHK oder GaLaBau.

Die Stärke liegt in der handwerksspezifischen Tiefe: Die Programme kennen die Abläufe ihrer Branche seit Jahren, bringen Leistungstexte, Materialstämme und Kalkulationsmodelle mit, und je nach Produkt gehören Großhändler-Schnittstellen und GAEB zum Funktionsumfang. Für Betriebe, die diese Tiefe brauchen, sind sie eine bewährte Wahl.

Der Nachteil: Solche Branchen-ERPs sind komplex, die Einarbeitung dauert, und Preise gibt es in der Regel erst nach einem Beratungsgespräch. Für Einzelunternehmer, die einfach nur schnell Angebote schreiben wollen, sind sie meist überdimensioniert. Mehr dazu im Vergleich Craftview Alternative.

Stärken:

  • Tiefe handwerksspezifische Kalkulation, je Gewerk eigenes Produkt
  • Vorgefertigte Leistungstexte und Materialstämme
  • Je nach Produkt Großhändler-Schnittstellen und GAEB
  • Lange Branchenerfahrung

Schwächen:

  • Hohe Lernkurve und Einarbeitungsaufwand
  • Preise nur auf Anfrage
  • Eher für etablierte, größere Betriebe konzipiert

Preis: Auf Anfrage (je nach Produkt, Modulen und Nutzerzahl)

Am besten geeignet für: Etablierte, mittelständische Handwerksbetriebe, die eine Branchensoftware für ihr Gewerk mit tiefer Kalkulation und Katalog-Anbindung suchen und bereit sind, sich einzuarbeiten.

8. TAIFUN Handwerkersoftware

TAIFUN von der TAIFUN Software GmbH ist seit über drei Jahrzehnten im Handwerk etabliert. Die Software bietet einen integrierten Workflow von der Kalkulation über das Angebot bis zur Rechnung und ist besonders im SHK- und Elektrobereich verbreitet. Rund zwanzig Zusatzmodule decken weitere Bereiche ab.

Preise veröffentlicht TAIFUN bewusst nicht: Sie hängen von Arbeitsplätzen, mobilen Geräten, Modulen und Support ab und werden im Beratungsgespräch erstellt. Für Existenzgründer, Meisterschüler und Jungmeister nennt der Anbieter Sonderkonditionen. Statt einer freien Testphase gibt es eine kostenlose Software-Präsentation.

Stärken:

  • Tiefe Integration in handwerksspezifische Prozesse
  • Kalkulationswerkzeuge mit Aufmaßerfassung
  • ERP-Funktionalität (Materialwirtschaft, Lager, Einkauf)
  • Schnittstellen zu Großhändlern (IDS Connect, DATANORM)
  • Sonderkonditionen für Gründer und Jungmeister

Schwächen:

  • Komplexe Einarbeitung, hoher Schulungsaufwand
  • Keine öffentlichen Preise, keine freie Testphase
  • Für einen Ein-Mann-Betrieb, der nur Angebote schreiben will, viel Software

Preis: Auf Anfrage

Am besten geeignet für: Mittelständische Betriebe im SHK- oder Elektrobereich, die eine ERP-nahe Lösung mit tiefgreifender Kalkulation und Großhändler-Anbindung brauchen.

9. AngebotFIX

AngebotFIX ist ein junges Online-Tool, das sich wie Angebotsmeister an Solo-Selbstständige und Kleinbetriebe mit 1 bis 5 Mitarbeitern richtet, etwa Elektriker, Maler, Installateure, Trockenbauer oder GaLaBau-Betriebe. Laut Website entstehen Angebote und Rechnungen mit KI-Unterstützung, darunter ein „KI Sprach-Aufmaß" und ein „KI-Angebots-/Rechnungsplaner".

Abgerechnet wird über ein Kontingent an KI-Vorgängen pro Monat. Weitere Nutzer und zusätzliche KI-Vorgänge lassen sich im Pro-Abo in der App dazubuchen, den Preis dafür nennt die Website nicht.

Stärken:

  • Niedriger Einstiegspreis
  • KI-Funktionen für Angebot, Rechnung und Aufmaß
  • Monatlich kündbar, 30 Tage kostenlos testen ohne Kreditkarte

Schwächen:

  • Kein dauerhaft kostenloser Tarif
  • Im Starter-Abo nur 5 KI-Vorgänge im Monat
  • Noch junges Produkt ohne veröffentlichte Nutzerzahlen

Preis: Starter 12,90 €/Monat (5 KI-Vorgänge), Pro 29,90 €/Monat (100 KI-Vorgänge), bei jährlicher Zahlung 129,90 € bzw. 289,90 € im Jahr; laut Website ohne Umsatzsteuer (Kleinunternehmerregelung)

Am besten geeignet für: Kleinbetriebe, die ein günstiges, schlankes Online-Tool mit KI-Kontingent suchen und mit einer Testphase statt eines Gratistarifs leben können.

Vergleichstabelle: Alle 9 Tools auf einen Blick

ToolSchwerpunktMobile AppKalkulationRechnungBuchhaltungPreis ab (netto/Monat)
AngebotsmeisterAngebot und Rechnung per Sprache, 1–5 PersonenJa (nativ)Basis + Preise aus eigener HistorieJaNein (DATEV-Export)0 €
PlancraftAll-in-one inkl. Aufmaß, Nachkalkulation, KI-EntwurfJaUmfangreich, DATANORM/GAEBJaNein47,92 € (2 Jahre im Voraus)
ToolTimeDisposition, AuftragsabwicklungJaBasisJaNein79 €
sevdeskBuchhaltung mit AngebotenJa (Belege)EinfachJaJa (stark)0 € (3 Rechnungen)
LexwareBuchhaltung (Office), Kalkulation (handwerk)EingeschränktEinfach bis sehr detailliertJaJa12,90 € (Office M)
WISO MeinBüroKaufmännisches BüropaketWeb-VersionEinfachJaJa10,90 €
CraftviewBranchen-ERPs je GewerkJe nach ProduktSehr detailliertJaNeinAuf Anfrage
TAIFUNERP für SHK und ElektroJa (App)Sehr detailliertJaNeinAuf Anfrage
AngebotFIXSchlankes KI-Tool, 1–5 PersonenWebBasisJaNein12,90 €

Diesen Preis ins Angebot übernehmen: in 30 Sekunden

Sprich deinen Auftrag ein. Angebotsmeister kennt die Marktpreise und erstellt das Angebot mit allen Positionen.

Kostenlos starten

Wie du siehst, gibt es kein Tool, das in allen Kategorien gewinnt. Die Entscheidung hängt davon ab, was dein Betrieb wirklich braucht.

Unsere Empfehlung

Statt eine pauschale Empfehlung auszusprechen, geben wir dir hier drei typische Szenarien, die dir bei der Entscheidung helfen:

Szenario 1: Schnelle Angebote, kein Verwaltungsaufwand

Du bist Einzelunternehmer oder hast einen kleinen Betrieb mit 1–4 Mitarbeitern. Du willst die Angebotsschreiberei am Abend auf ein Minimum reduzieren. Komplexe Software mit wochenlanger Einarbeitung kommt nicht in Frage.

Für den kleinen Betrieb mit 1–5 Personen: Angebotsmeister. Vom Kundengespräch zum strukturierten Angebotsentwurf, direkt auf der Baustelle per Sprache, mit Preisen aus deinen eigenen Angeboten. Für den Einstieg kostenlos, danach ein Preis für bis zu fünf Nutzer. Wenn du wissen willst, was Angebotsmeister alles kann, schau dir unsere Produktseite an.

Szenario 2: Komplettlösung für den wachsenden Betrieb

Dein Betrieb hat mehrere Mitarbeiter, du brauchst neben Angeboten auch Rechnungsstellung, Aufmaß, Nachkalkulation, Katalog-Import und eine zentrale Auftragsverwaltung.

Für den wachsenden Betrieb mit Katalog-, Aufmaß- und Ausschreibungsbedarf: Plancraft. Breiter Funktionsumfang, moderne Oberfläche, DATANORM und GAEB, aktive Weiterentwicklung. Die beste Wahl, wenn du alles in einem Tool haben willst und bereit bist, mehr zu investieren.

Szenario 3: Buchhaltung im Vordergrund, einfache Angebote

Deine Angebote sind unkompliziert (wenige Positionen, keine Aufmaßkalkulation), aber du brauchst eine ordentliche Buchhaltung mit DATEV-Export und Steuervorbereitung.

Für Buchhaltung mit einfachen Angeboten: sevdesk oder Lexware Office. Günstig, bewährt und mit allem, was dein Steuerberater braucht. Die Angebotsfunktion reicht für einfache Fälle aus.

Entscheidungshilfe auf einen Blick

  • Angebot per Sprache, kostenlos starten, 1–5 Personen → Angebotsmeister
  • Alles in einem Tool (Angebote + Rechnungen + Aufmaß + Nachkalkulation + Katalog) → Plancraft
  • Auftragsmanagement und Mitarbeiterdisposition → ToolTime
  • Buchhaltung und einfache Angebote → sevdesk oder Lexware Office
  • Komplettes Büropaket für Selbstständige → WISO MeinBüro
  • DATANORM, GAEB und tiefe Kalkulation → Lexware handwerk, Craftview-Produkte oder TAIFUN
  • Möglichst günstiges KI-Tool mit Testphase → AngebotFIX

Preisvergleich der 9 Angebotsprogramme auf einen Blick

ToolEinstieg (netto/Monat)KostenlosPro Nutzer?Hinweis
Angebotsmeister0 € (Lehrling) · 39 € (Geselle) · 89 € (Meister)Dauerhaft (Lehrling)Nein, bis 5 Nutzer im PreisJährlich 33 € bzw. 75 €, monatlich kündbar
Plancraft74,90 € (Business, monatlich)0-€-Tarif nach dem Test, ohne Dokumente fertigstellenJa, weitere Nutzer kosten extra59,90 € jährlich, 47,92 € bei 2 Jahren
ToolTime79 € (SOLO)7 Tage TestPakete nach Nutzerzahl12 Monate Laufzeit, DATEV + 19 €
sevdesk11,90 € (Rechnung)Dauerhaft, 3 Rechnungen/MonatNeinAktuell mit Einstiegsrabatt
Lexware Office12,90 € (M, mit Angeboten)30 Tage TestNeinAktuell mit Einstiegsrabatt
WISO MeinBüro10,90 € (Rechnungen & Angebote)TestphaseZusatznutzer als ModulPreis bei jährlicher Zahlung
CraftviewAuf AnfrageNeinNach NutzerzahlJe nach Produkt der Gruppe
TAIFUNAuf AnfragePräsentation statt TestNach ArbeitsplätzenSonderkonditionen für Gründer
AngebotFIX12,90 € (Starter)30 Tage TestWeitere Nutzer im Pro-Abo buchbar5 bzw. 100 KI-Vorgänge im Monat

Die Preise stammen aus den öffentlichen Preisseiten der Anbieter, Stand 28.09.2026. Rabattaktionen, Add-ons und zusätzliche Nutzer verändern die tatsächlichen Kosten; prüfe vor der Entscheidung den aktuellen Stand beim Anbieter.

Welche Angebotssoftware rechnet nicht pro Nutzer ab?

Sobald ein Geselle oder deine Bürokraft mitarbeitet, zählt die Spalte „Pro Nutzer?" mehr als der Einstiegspreis. Laut den Preisseiten (Stand 28.09.2026) gilt:

  • Ein Preis pro Betrieb: Angebotsmeister (Geselle 39 €, Meister 89 €, jeweils bis zu 5 Nutzer im Preis, im kostenlosen Lehrling 2), sevdesk und Lexware Office.
  • Aufpreis je weiterem Nutzer oder Arbeitsplatz: Plancraft, ToolTime (Pakete nach Nutzerzahl), WISO MeinBüro (Zusatznutzer als Modul), AngebotFIX (im Pro-Abo buchbar), Craftview und TAIFUN.

Für einen Betrieb mit drei Leuten heißt das: Bei Angebotsmeister bleibt es bei 39 € im Monat, bei einem Tool mit Preis pro Kopf zahlst du den Nutzerpreis dreimal.

Gibt es Angebotssoftware kostenlos oder als Freeware?

Ja, dauerhaft kostenlos geht, aber fast immer mit Limit. Klassische Freeware zum Download (Installationsprogramm ohne Abo) gibt es im Handwerk kaum noch. Die relevanten kostenlosen Optionen sind heute Online-Tools mit einem Gratistarif, daneben gibt es Testphasen, die nach 7 bis 30 Tagen enden. So sieht es im September 2026 aus:

OptionWas kostenlos istGrenze
Angebotsmeister LehrlingUnbegrenzt manuelle Angebote, 1 KI-Angebot und 1 eingesprochene Rechnung im Monat, PDF, E-Mail-Versand, die erste Rechnung, 3 Angebotsscans im MonatAb der zweiten versendeten Rechnung brauchst du Geselle
sevdesk Kostenlos3 Rechnungen/E-Rechnungen im MonatAngebote führt die Preisseite erst in den bezahlten Tarifen auf
Plancraft 0-€-TarifZugriff auf deine Daten nach dem TestDokumente fertigstellen nur in der Vollversion
Testphasen (Lexware Office, AngebotFIX, ToolTime, WISO MeinBüro)Voller Funktionsumfang auf ZeitDanach kostenpflichtig
Freeware / Open SourceEinfache Angebots- und RechnungsgeneratorenKeine Handwerks-Leistungstexte, keine KI, Nummernkreis und Pflege liegen bei dir
Word- oder Excel-VorlageAlles, was du selbst baustKein Nummernkreis, keine Kundenverwaltung, jede Summe rechnest du selbst

Wenn du gerade startest oder nur wenige Angebote im Monat schreibst, ist Angebotsmeister Lehrling die pragmatischste Wahl: dauerhaft kostenlos, ohne Kreditkarte und mit einem echten Angebots-Workflow statt einer Vorlage. Ein Upgrade auf Geselle (39 €/Monat) lohnt sich ab dem Punkt, wo du regelmäßig Rechnungen stellst oder das Kundenportal nutzen willst. Wenn du vor allem Rechnungen schreibst und Angebote selten brauchst, ist der Gratistarif von sevdesk die Alternative.

Angebotssoftware für dein Gewerk

Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Gewerk deutlich: ein Maler kalkuliert nach Fläche, ein Elektriker nach Einzelposition mit Materialkatalog, ein SHK-Betrieb oft mit GAEB bei Ausschreibungen, ein Tischler fast immer als Einzelanfertigung. Die eine Frage, an der sich die Toolauswahl entscheidet, ist dabei fast immer dieselbe: brauchst du einen Großhändlerkatalog, oder bist du mit freier Positionseingabe schneller?

GewerkKalkulationsbasisDATANORM nötigGAEB nötigPraktikabelste Wahl
MalerFläche (qm), Material und Zeit getrenntNeinNur bei AusschreibungenAngebotsmeister, bei mehreren Mitarbeitern Plancraft
Elektro15 bis 30 Einzelpositionen, Material aus dem GroßhandelOft jaNur bei AusschreibungenTAIFUN oder Plancraft bei Katalogbedarf, sonst Angebotsmeister
SHKTechnische Abhängigkeiten, AnlagenkomponentenOft jaHäufiger als anderswoTAIFUN oder Plancraft bei Ausschreibungen, sonst Angebotsmeister
TischlerStückliste je Projekt, Zuschnitt und VerschnittNeinSeltenAngebotsmeister, bei Stücklistentiefe eine Branchenlösung

Maler: Flächen statt Stücklisten

Als Maler schreibst du selten ein Angebot mit drei Positionen. Ein normaler Auftrag hat zehn bis zwanzig: Abkleben, Abdecken, Grundieren, Wände streichen, Decken streichen, Spachteln in verschiedenen Qualitätsstufen, dazu vielleicht Tapezieren oder Lackierarbeiten an Türzargen. Jede Position hängt von der Fläche ab, jede Fläche muss vorher korrekt aufgemessen werden. Eine allgemeine Bürosoftware kennt diesen Ablauf nicht, du tippst jede Position von Hand ein und rechnest die Flächen selbst zusammen.

Relevant sind deshalb drei Dinge: flächenbezogene Kalkulation (Wand- und Deckenflächen direkt in qm-Preise, Material und Arbeitszeit getrennt), Referenzpreise aus eigenen Angeboten (wer weiß, dass „Wände 2x streichen" zuletzt mit 11,50 € pro qm angesetzt war, spart sich das Nachrechnen) und Geschwindigkeit vor Ort, weil Maler viele kleine bis mittlere Angebote schreiben, oft direkt nach der Besichtigung.

DATANORM brauchst du als Maler in der Regel nicht: Kataloge sind für Gewerke mit katalogbasiertem Materialeinkauf gedacht, Malerarbeiten werden über Flächenpreise kalkuliert. TAIFUN und Lexware handwerk sind für kleine Malerbetriebe meist überdimensioniert. Wie ein Maler-Angebot aufgebaut ist: Angebot schreiben als Maler. Aktuelle Marktpreise: Malerarbeiten Preise 2026. Funktionen speziell für Malerbetriebe: Angebotssoftware für Maler.

Elektro: DATANORM oder freie Position

Elektroangebote sehen anders aus als die meisten Handwerksangebote. Statt weniger Positionen mit großen Flächen hast du viele kleine Einzelpositionen: Steckdosen, Schalter, Sicherungskästen, Kabelwege, Wallboxen, PV-Zählerschränke. Jede braucht Material aus dem Elektro-Großhandel, und genau hier liegt der Unterschied zu anderen Gewerken: Großhändler wie Sonepar oder Rexel arbeiten mit DATANORM-Katalogen, digitalen Preislisten mit zehntausenden Artikeln.

Damit stehen zwei Wege zur Wahl. Freie Positionseingabe (etwa Angebotsmeister) lohnt sich, wenn du überwiegend Standardmaterial verbaust und deine Preise ohnehin aus Erfahrung kennst. Der Katalog-Import ist dann mehr Aufwand als Nutzen. Katalog-Anbindung (TAIFUN, Plancraft, Lexware handwerk, Branchenlösungen) zahlt sich aus, wenn du materialintensive Aufträge mit vielen Hersteller-Artikelnummern kalkulierst oder regelmäßig öffentliche Ausschreibungen bedienst, kostet dafür aber mehr Geld und Einarbeitung.

Angebotsmeister unterstützt bewusst kein DATANORM. Prüfprotokolle nach VDE sind nicht Gegenstand dieses Vergleichs, dafür gibt es spezialisierte Software. Aktuelle Marktpreise: Elektroarbeiten Preise 2026. Funktionen speziell für Elektrobetriebe: Angebotssoftware für Elektro.

SHK: Privatkunde oder Ausschreibung

SHK-Angebote sind selten einfach. Ein Bad-Umbau hat Sanitärpositionen (Wanne, Dusche, WC, Waschtisch), Rohrleitungsarbeiten, oft Fliesenvorleistungen, dazu Anschluss- und Montagepositionen, die sich gegenseitig bedingen. Seit dem Wärmepumpen-Boom kommt eine zweite, noch komplexere Angebotsart dazu: Heizungsangebote mit hydraulischem Abgleich, Fördermitteln und Anlagenkomponenten, die sich je nach Gebäude stark unterscheiden.

Die Toolauswahl entscheidet sich hier weniger am Gewerk als am Kundentyp. Bei Privatkunden-Aufträgen zählt Geschwindigkeit: Du sprichst das Angebot beim Kundentermin ein, ein GAEB-Export ist irrelevant. Bei öffentlichen Ausschreibungen (Schulen, kommunale Gebäude) ist GAEB-Kompatibilität keine Kür, sondern Voraussetzung. Viele SHK-Betriebe fahren beides parallel: ein schnelles Tool für Privatkunden, ein GAEB-fähiges für die wenigen großen Ausschreibungen im Jahr.

Richtwerte zum Übernehmen: Wärmepumpe Kosten 2026. Aktuelle Marktpreise: SHK Preise 2026. Funktionen speziell für SHK-Betriebe: Angebotssoftware für SHK.

Tischler: jeder Auftrag eine Einzelanfertigung

Tischlerangebote unterscheiden sich durch einen Punkt von fast allen anderen Gewerken: kaum ein Auftrag gleicht dem anderen. Ein Maler streicht viele Male dieselbe Fläche, ein Tischler baut selten zweimal exakt denselben Schrank. Du rechnest nicht mit standardisierten qm-Preisen, sondern mit einer Stückliste aus Material (Holzart, Plattenstärke, Beschläge), Zuschnitt, Verschnitt und Montagezeit, die für jedes Projekt neu entsteht.

Entsprechend zählt freie Positionsstruktur mehr als Katalogtiefe, Verschnitt gehört getrennt ausgewiesen (Plattenware und Massivholz variieren je nach Zuschnitt und Maserung stark), und die Leistungsbeschreibung muss die Sonderanfertigung sprachlich würdigen statt sie auf „Schrank, 1 Stück, pauschal" zu verkürzen. Genau deshalb lohnt die Spracheingabe hier besonders: Du sprichst „Einbauschrank Flur, 2,40 Meter breit, Eiche furniert, drei Schiebetüren, innen Einlegeböden verstellbar" beim Kunden ein, statt die Details am Abend aus dem Gedächtnis abzutippen, wo sie erfahrungsgemäß verloren gehen.

Verschnitt aus Zuschnittplänen berechnet man mit CAD- oder Zuschnittoptimierung, nicht mit einer Angebotssoftware. Für die Angebotsseite reicht ein Prozentaufschlag auf den Materialpreis als eigene Position. Aktuelle Marktpreise: Tischler Preise 2026. Funktionen speziell für Tischlerbetriebe: Angebotssoftware für Tischler.

Von Desktop-Software wechseln

Wer heute noch eine installierte Branchensoftware nutzt, steht oft vor einer Entscheidung: Pflegevertrag verlängern, Server erneuern, oder bei TopKontor das angekündigte Support-Ende. Für die verbreitetsten Programme haben wir aufgeschrieben, was ein Wechsel bedeutet, was mitkommt und wer besser bleibt: TopKontor Handwerk, WinWorker, KWP, Streit V.1 und MOS'aik / MOSER.

Angebot oder Kostenvoranschlag?

Egal welches Tool du nimmst: Bevor du das Dokument rausschickst, lohnt ein Blick auf die Überschrift. Ein Angebot bindet dich an den Preis, ein Kostenvoranschlag ist eine Schätzung, die du nicht wesentlich überschreiten darfst und bei drohender Überschreitung sofort anzeigen musst. Wann du welches Dokument nimmst: Kostenvoranschlag vs. Angebot: der Unterschied.

FAQ

Welche Angebotssoftware eignet sich für einen Ein-Mann-Betrieb?

Für Einzelunternehmer sind drei Dinge entscheidend: niedriger Preis, schnelle Einarbeitung und mobile Nutzung. Angebotsmeister bietet ein dauerhaft kostenloses Paket mit einem KI-Angebot pro Monat und unbegrenzt manuellen Angeboten und braucht keine Einrichtung. AngebotFIX ist ab 12,90 € im Monat günstig, sevdesk und Lexware Office bringen zusätzlich Buchhaltung mit. Komplettlösungen wie Plancraft, TAIFUN oder die Craftview-Produkte sind für Ein-Mann-Betriebe oft überdimensioniert, du zahlst für Funktionen, die du als Einzelkämpfer nicht brauchst.

Brauche ich KI in meiner Angebotssoftware?

Das hängt davon ab, wie viele Angebote du schreibst und wie viel Zeit du dafür aufwendest. Wenn du pro Woche ein Angebot schreibst und dabei 20 Minuten brauchst, ist der Zeitgewinn durch KI nett, aber nicht entscheidend. Wenn du aber vier oder mehr Angebote pro Woche erstellst und jedes 45 bis 60 Minuten dauert, sparst du mit Spracheingabe mehrere Stunden im Monat. Wichtig ist, dass du jeden KI-Entwurf prüfst: Die KI schlägt vor, du entscheidest über Mengen und Preise.

Welche Angebotssoftware kann Angebote aus Sprache erstellen?

Stand September 2026 bewerben Angebotsmeister, Plancraft und AngebotFIX KI-Funktionen, mit denen aus Sprachaufnahmen oder Notizen ein Angebotsentwurf entsteht; ToolTime bietet einen KI-Assistenten als Zusatzmodul. Bei Angebotsmeister ist das Einsprechen der Hauptweg für Angebot und Rechnung und schon im kostenlosen Tarif enthalten (1 KI-Angebot im Monat), die Preisvorschläge kommen aus deinen eigenen früheren Angeboten.

Was kostet Angebotssoftware im Monat?

Die Spanne reicht von 0 bis mehreren hundert Euro im Monat. Angebotsmeister startet kostenlos (1 KI-Angebot/Monat im Lehrling-Tarif), Geselle kostet 39 €/Monat, Meister 89 €/Monat, jeweils für bis zu fünf Nutzer. Buchhaltungstools wie sevdesk, Lexware Office und WISO MeinBüro liegen mit Angebotsfunktion bei rund 11 bis 13 € im Monat, AngebotFIX bei 12,90 €. Plancraft beginnt bei 74,90 € monatlich (59,90 € bei jährlicher Zahlung), ToolTime bei 79 € mit 12 Monaten Laufzeit. TAIFUN und Craftview nennen Preise nur auf Anfrage.

Kann ich später zu einem anderen Tool wechseln?

Grundsätzlich ja. Die meisten Anbieter bieten Datenexporte (CSV, PDF-Archiv). Allerdings bedeutet ein Wechsel immer Aufwand: Kundendaten migrieren, Mitarbeiter umschulen, laufende Angebote übertragen. Deshalb lohnt es sich, vor dem Start zwei bis drei Tools parallel zu testen. In Angebotsmeister kannst du alte Angebote abfotografieren und importieren, dann stehen deine bisherigen Positionen und Preise als Vorlage bereit.

Reicht nicht einfach Word oder Excel?

Technisch ja, viele Handwerker schreiben ihre Angebote in Word oder Excel, und das funktioniert. Praktisch verlierst du aber Zeit durch manuelles Formatieren, fehlende automatische Berechnungen, keine Kundendatenbank und kein professionelles PDF-Layout. Für den Einstieg mag Word reichen, aber sobald du regelmäßig Angebote schreibst, sparst du mit einer spezialisierten Software spürbar Zeit. Mehr dazu: Angebote in Word oder Excel: die Alternative.

Welche Angebotssoftware ist die beste für kleine Handwerksbetriebe?

Für 1- bis 5-Personen-Betriebe mit Fokus auf schnelle Angebotserstellung empfehlen wir Angebotsmeister: Angebot und Rechnung per Sprache, Preise aus deinen eigenen Angeboten, ein Preis für bis zu fünf Nutzer. Kostenlos starten, ab 39 € im Monat mit Rechnungen, Kundenportal und E-Rechnung, im Meister-Plan (89 €/Monat) mit Zeiterfassung, Fotodokumentation und Abnahmeprotokoll. Wenn du Katalog-Import und GAEB brauchst, ist Plancraft die breitere Wahl.

Was kostet Angebotssoftware im Handwerk 2026?

Ohne Gratistarif kostet ein Einstieg mit Angebotsfunktion bei Buchhaltungstools rund 11 bis 13 € netto im Monat, bei schlanken KI-Tools ab 12,90 €. Handwerker-Komplettlösungen mit Aufmaß, Nachkalkulation und Katalog starten bei rund 60 bis 80 € im Monat und kosten pro zusätzlichem Nutzer mehr. Dauerhaft kostenlos mit Angebotsfunktion ist Angebotsmeister im Tarif Lehrling.

Gibt es Angebotssoftware mit DATEV-Export?

Ja. DATEV-Export ist bei den Buchhaltungs-fokussierten Tools (sevdesk, Lexware Office, WISO MeinBüro) Standard, Plancraft bietet ihn ebenfalls, bei ToolTime ist er ein Zusatzmodul (19 €). Angebotsmeister bietet den DATEV-Buchungsstapel-Export (EXTF, SKR 03/04) im Geselle-Tarif.

Welche Software unterstützt GAEB und DATANORM?

Lexware handwerk, TAIFUN, Plancraft und die Branchenlösungen der Craftview-Gruppe (je nach Produkt) arbeiten mit DATANORM und GAEB. Angebotsmeister unterstützt beides bewusst nicht: der Fokus liegt auf kleinen Betrieben, die Privatkunden mit freier Positionseingabe schneller bedienen.

Kann ich mit einer Angebotssoftware auch Rechnungen schreiben?

Ja, alle Tools in dieser Übersicht erstellen auch Rechnungen, meist direkt aus dem Angebot. In Angebotsmeister ist die erste Rechnung schon im kostenlosen Tarif enthalten, ab Geselle beliebig viele, mit ZUGFeRD-E-Rechnung und DATEV-Export. Achte bei jedem Tool auf fortlaufende Rechnungsnummern und E-Rechnungs-Fähigkeit, spätestens wenn Geschäftskunden eine E-Rechnung verlangen: E-Rechnung im Handwerk.

Gibt es Angebotssoftware als Freeware oder Open Source?

Echte Freeware zum Download ist im Handwerk selten und meist veraltet. Open-Source-Rechnungstools existieren, ihnen fehlen aber Handwerks-Leistungstexte, Gewerke-Kalkulation und KI-Unterstützung. Dauerhaft kostenlos und mit Handwerks-Funktionen ist Angebotsmeister im Tarif Lehrling: unbegrenzt manuelle Angebote, ein KI-Angebot pro Monat, PDF und E-Mail-Versand, ohne Zeitlimit und ohne Kreditkarte. sevdesk hat einen Gratistarif für 3 Rechnungen im Monat; Lexware Office, AngebotFIX, ToolTime und WISO MeinBüro bieten Testphasen.

Welche Angebotssoftware ist für einen Malerbetrieb am besten?

Für die reine Angebotserstellung mit Flächenkalkulation ist Angebotsmeister eine schnelle Option, besonders wenn du viel vor Ort beim Kunden bist und das Angebot einsprechen willst. Für Malerbetriebe mit mehreren Mitarbeitern, die zusätzlich Aufmaß und Nachkalkulation in einem Tool brauchen, ist Plancraft die umfangreichere Alternative. DATANORM brauchst du als Maler in der Regel nicht.

Welche Angebotssoftware ist für einen Elektrobetrieb am besten?

Das hängt an deinem Materialeinkauf. Für schnelle, freie Angebotserstellung ohne Katalog-Import ist Angebotsmeister eine schnelle Option. Für Betriebe mit intensiver DATANORM-Anbindung an den Großhandel sind TAIFUN oder Plancraft die passenderen Lösungen. DATANORM lohnt sich vor allem, wenn du sehr viele unterschiedliche Artikel kalkulierst und die manuelle Preispflege zu aufwendig wird.

Welche Angebotssoftware ist für einen SHK-Betrieb am besten?

Wenn du überwiegend Privatkunden bedienst, ist Angebotsmeister eine schnelle Lösung für Angebote direkt vom Kundentermin. Wenn öffentliche Ausschreibungen einen relevanten Teil deines Geschäfts ausmachen, führt an einer GAEB-fähigen Lösung wie TAIFUN, Plancraft oder Lexware handwerk kein Weg vorbei. Für reine Privatkundengeschäfte, also die Mehrheit der SHK-Betriebe mit 1 bis 5 Mitarbeitern, ist freie Positionseingabe ohne GAEB meist schneller.

Welche Angebotssoftware ist für einen Tischlerbetrieb am besten?

Für schnelle, individuelle Angebote direkt vom Kundentermin ist Angebotsmeister die praktischste Lösung, weil Sonderanfertigungen sich schlecht in feste Kataloge pressen lassen. Für Betriebe mit mehreren Mitarbeitern, die zusätzlich Aufmaß, Nachkalkulation und Projektsteuerung brauchen, ist Plancraft die umfangreichere Alternative, bei hoher Stücklistentiefe eine Branchenlösung für Tischler.


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Daniel Winter

Daniel Winter

Gründer und Geschäftsführer

Gründer von Angebotsmeister. Hat davor Hygraph mitgegründet und dort von 2017 bis 2025 als CTO die Technik verantwortet. Hat sein eigenes Haus komplett renoviert, arbeitet viel mit Holz und kennt den Aufwand hinter einem Angebot daher aus der Werkstatt wie aus dem Code.

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Sprich deinen Auftrag ein. Angebotsmeister erstellt daraus dein Angebot. Wechsel von anderen Tools in unter 5 Minuten, keine Datenmigration nötig.

Keine Kreditkarte · 1 KI-Angebot/Monat kostenlos

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